19. May 2026 | Categories

Auf der GrindingHub präsentierte die Nagel Technologies GmbH mit der EcoHone flex eine Honmaschine, die gezielt auf die Anforderungen moderner Fertigungsumgebungen mit kleinen und mittleren Losgrößen zugeschnitten ist. Im Mittelpunkt steht eine klare Botschaft: maximale Anpassungsfähigkeit bei gleichzeitig hoher Prozesssicherheit und Wirtschaftlichkeit. Die in Deutschland entwickelte Maschine erweitert die ECOHone-Baureihe um ein Konzept, das manuelle, halbautomatische und vollautomatische Fertigung in einem System vereint. Damit adressiert Nagel insbesondere Betriebe, die auf wechselnde Bauteile, kurze Rüstzeiten und hohe Präzision angewiesen sind – vom Prototyp bis zur Serienanwendung.
Ein zentrales Merkmal der EcoHone flex ist ihre serienmäßig integrierte Roboterschnittstelle. Sie ermöglicht den schrittweisen Einstieg in automatisierte Fertigungskonzepte – von der Einzelmaschine bis zur nahezu autonomen Produktionszelle. Gleichzeitig bleibt die Maschine im Handbetrieb voll leistungsfähig und bietet maximale Freiheit bei Einricht- und Einzelteilprozessen. „Viele unserer Kunden stehen vor der Herausforderung, wirtschaftlich zu produzieren – auch bei schwankenden Stückzahlen und häufigen Variantenwechseln. Genau hier setzt die EcoHone flex an. Sie kombiniert manuelle Flexibilität mit automatisierbarer Struktur und schafft so echte Investitionssicherheit“, erklärt Sören Pöhlsen, Sales Engineer Industrial bei Nagel.
Technisch überzeugt die Maschine unter anderem durch das bewährte Nagel-Zustellsystem mit hoher Abschalt- und Wiederholgenauigkeit. Eine konstante Kühlmitteltemperatur dank integriertem Öl-Kühler sowie ein durchdachtes Vorrichtungskonzept unterstützen reproduzierbare Honergebnisse auf konstant hohem Niveau. Unterschiedliche Adapterlösungen erlauben die Nutzung von Nagel- wie auch Fremdwerkzeugen – ein Pluspunkt für Anwender mit heterogenen Werkzeuglandschaften.
Ein besonderes Highlight ist der neu entwickelte Honassistent. Er führt den Bediener strukturiert durch die Programmerstellung, reduziert Rüstzeiten und erhöht die Prozessstabilität – ein entscheidender Vorteil in Umgebungen mit häufig wechselnden Bauteilen. „Mit dem Honassistenten bringen wir Expertenwissen direkt an die Maschine. Der Bediener wird intuitiv durch den Prozess geführt, Fehlerquellen werden minimiert und die Inbetriebnahme neuer Bauteile deutlich beschleunigt. Das steigert die Maschinenverfügbarkeit und senkt die Stückkosten“, betont Udo Strefler, Sales Manager, von Nagel.
Auch konstruktiv wurde auf Zukunftsfähigkeit geachtet: Das schaltschranklose Beckhoff-MX-System, integrierte Schmier- und Kühlschmierstoffsysteme sowie der ergonomisch zugängliche Arbeitsraum unterstützen Wartungsfreundlichkeit und Bedienkomfort. Ein 16“-Touchscreen sorgt für eine übersichtliche, bedienerfreundliche Steuerung.
Die EcoHone flex bietet hohe Präzision bei maximaler Anpassungsfähigkeit, reduziert Rüst- und Programmierzeiten und ermöglicht den flexiblen Übergang in automatisierte Fertigungsstrukturen – ohne die Wirtschaftlichkeit aus dem Blick zu verlieren. Interessierte Fachbesucher konnten sich auf der GrindingHub selbst ein Bild von der Lösung machen und mit den Nagel-Experten über konkrete Anwendungsfälle und Integrationsmöglichkeiten sprechen.
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