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Leistungsfähigkeit

Steigende Qualitätsansprüche in Bezug auf Betriebssicherheit, Lebensdauer, Wirkungsgrad, Laufruhe und Aussehen erfordern eine stetige Verbesserung des Herstellungsprozesses. Der Superfinishprozess spielt dazu als der letzte und damit qualitätsbestimmende Prozess eine zentrale Rolle. Er ist durch die folgenden Parameter gekennzeichnet.

Höchste Oberflächenqualitäten und Prozessstabilität

Mit dem Superfinishprozess lassen sich heute bestmögliche Oberflächenkennwerte erzeugen, die exakt auf die Belastung der Funktionsfläche ausgelegt sind. Im Gegensatz zu geschliffenen Oberflächen sind die Kennwerte äußerst prozessstabil zu realisieren, sowohl bezüglich des einzelnen Werkstückes, als auch innerhalb der Serie von Werkstück zu Werkstück. Aufgrund der hohen Traganteile ist praktisch kein Einlaufverhalten zu beobachten. Der hohe Materialanteil bewirkt ein äußerst geringes Anwachsen des Spiels der gepaarten Bauteile über die gesamte Lebensdauer.

Verbesserung der Werkstückform

Die Kontaktzone ist bei der Superfinishbearbeitung immer großflächig ausgelegt. Dadurch werden Formfehler wie Unrundheiten, Welligkeiten, ungenaue Querformen deutlich verbessert.

Hohe Wirtschaftlichkeit

Bei der Integration des Superfinishprozesses in eine Fertigungsfolge kann in der Regel der letzte Feinschleifvorgang eingespart werden, der mit weitaus höheren Maschinenkosten einher geht. Neuere Technologien erlauben darüber hinaus auch das Superfinishen von fein- oder hartgedrehten Oberflächen ohne vorherige Schleifoperation (Substitution).

Abtrag der thermisch induzierten Oberflächezone

Beim Schleifen, Hart- und Feindrehen entsteht eine Gefügeveränderung der Randzone, diese sog. Weichhaut entsteht durch die hohen Temperaturen in der Kontaktzone zwischen Werkstück und Werkzeug. So unterliegt diese unter Belastung großem Abrieb und schnellem Verschleiß. Bei der Superfinishbearbeitung tritt keine signifikante Wärmeentwicklung auf. Die Randzone wird komplett abgetragen, so dass der unbeschädigte, abriebfeste Grundwerkstoff zur tragenden Oberfläche wird. Da das Grundmaterial thermisch nicht beeinflusst wird, ist auch das Risiko von Riss- und Pittingbildung aufgrund von Gefügeverschiebungen bei der abrollenden Belastung erheblich reduziert.

Verbesserung der Lagerschmierung

Durch die kreuzförmige Anordnung der Bearbeitungsriefen bei der SUPERFINISH-Bearbeitung wird eine günstige Verteilung des Schmierfilms erreicht. Durch eine zweistufige Bearbeitung werden darüber hinaus Plateaus mit feiner, tragender Oberfläche und kreuzförmige Riefen als Schmierstofftaschen gebildet.